LEITFADEN · GEO & AEO
So wird euer Unternehmen von ChatGPT empfohlen – der GEO-Leitfaden
Immer mehr Kaufentscheidungen beginnen nicht mehr mit zehn blauen Links, sondern mit einer einzigen KI-Antwort. Dieser Leitfaden zeigt euch Schritt für Schritt, wie ihr prüft, ob ChatGPT, Perplexity und Google AI euer Unternehmen kennen – und was ihr konkret tut, wenn nicht.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
/ 01 – Ausgangslage
1. Warum die Vorauswahl jetzt in der KI stattfindet
Stellt euch einen Einkäufer vor, der eine neue Lösung sucht. Vor drei Jahren hätte er gegoogelt, fünf Anbieter-Websites geöffnet, Preise und Referenzen verglichen und eine Longlist gebaut. Heute stellt er dieselbe Frage zunehmend an ChatGPT oder Perplexity – und bekommt statt zehn Links eine fertige Antwort mit drei, vier namentlich genannten Anbietern.
Für euch heißt das: Die Vorauswahl findet statt, bevor irgendjemand eure Website gesehen hat. Wer in der KI-Antwort steht, ist im Rennen. Wer nicht drinsteht, existiert für diesen Entscheider in diesem Moment schlicht nicht – egal wie gut die eigene Website rankt.
Die Verschiebung ist messbar. Schon 2024 zeigte eine SparkToro-Analyse, dass rund 60 Prozent aller Google-Suchen ohne Klick auf ein Ergebnis enden. Gartner prognostiziert einen Rückgang des klassischen Suchvolumens um 25 Prozent bis 2026. Und in unseren Formularfeldern taucht „ChatGPT" inzwischen regelmäßig als Antwort auf die Frage auf, wie Interessenten auf Lilox aufmerksam wurden.
Die gute Nachricht: KI-Sichtbarkeit ist kein Zufall, sondern ein System – und die meisten eurer Mitbewerber ignorieren es noch. KI-Systeme zitieren bevorzugt Quellen, die sie bereits kennen und für verlässlich halten; wer früh drin ist, wird weiter zitiert. Ein Selbstverstärkungseffekt, der später nur schwer aufzuholen ist.
Wer in der KI-Antwort steht, ist im Rennen. Wer nicht drinsteht, existiert für den Entscheider in diesem Moment nicht.
Christoph Fraiss, Gesellschafter LILOX
SEO
GEO
AEO

Ziel: Ranking in der Google-Ergebnisliste. Erfolg: Klicks und Traffic. Hebel: Keywords, Backlinks, technische Basis. Eine saubere SEO-Basis bleibt die Voraussetzung – was Google nicht crawlen kann, liest auch kein KI-System.

Ziel: Nennung und Empfehlung in Antworten von ChatGPT, Perplexity und Gemini. Erfolg: Erwähnung im Relevant Set eurer Zielgruppe. Hebel: Entity und Schema, externe Nennungen, zitierfähiger Content.

Ziel: Als Quelle der einen Antwort zitiert werden – in AI Overviews und Featured Snippets. Hebel: Antwort-Format, FAQ im Wortlaut echter Fragen, klare Definitionen und konkrete Zahlen.
/ 02 – Selbst prüfen
2. Prüft selbst, ob die KI euch kennt
Bevor ihr irgendetwas optimiert, braucht ihr eine Baseline. Die gute Nachricht: Der erste Check kostet nichts außer einer halben Stunde. Ihr stellt den KI-Systemen einfach die Fragen, die eure Kunden stellen würden – und dokumentiert, wer genannt wird.
Damit das aussagekräftig wird, braucht ihr drei Arten von Fragen. Kategorie-Anfragen zeigen, ob ihr überhaupt im Relevant Set auftaucht: „Welche Agenturen für B2B-Leadgenerierung im DACH-Raum kannst du empfehlen?" Problem-Anfragen zeigen, ob die KI euch mit den Problemen verbindet, die ihr löst: „Unsere Rankings sind stabil, aber der organische Traffic sinkt – wer kann helfen?" Und Marken-Anfragen zeigen, ob das, was die KI über euch erzählt, überhaupt stimmt: „Was weißt du über [euer Unternehmen]? Wofür steht es?"
Stellt jeden Prompt in ChatGPT, Perplexity und Gemini – die drei Systeme ziehen aus unterschiedlichen Quellen und antworten teils deutlich verschieden. Notiert je Antwort: Werdet ihr genannt? An welcher Position? Mit welcher Begründung? Und mindestens genauso wichtig: Wer wird stattdessen genannt?
Wiederholt denselben Fragensatz monatlich, immer im gleichen Wortlaut. Erst die Zeitreihe macht aus einem Schnappschuss ein Messinstrument – und zeigt euch später schwarz auf weiß, ob die Maßnahmen wirken.

Drei Prompt-Typen, drei KI-Systeme, eine Tabelle: So sieht eure Baseline aus.
/ 03 – Das System
3. Die vier Bausteine der KI-Sichtbarkeit
Wenn ein Entscheider die KI nach einer Lösung wie eurer fragt und ihr nicht in der Antwort steht, hat das fast immer eine von vier Ursachen. Die gute Nachricht: Jede davon ist behebbar.
Baustein 1 · Antwort-Format
KI-Systeme zitieren, was sie sauber ausschneiden können: klare Definitionen, konkrete Zahlen, FAQ im Wortlaut echter Suchanfragen. Ein Text, der drei Absätze braucht, um zum Punkt zu kommen, ist für ein Sprachmodell schwer zitierbar. Ein Satz wie „GEO bezeichnet die Optimierung von Inhalten für generative KI-Systeme" dagegen ist eine perfekte Antwort-Kapsel. Vorsicht übrigens mit Superlativen: Hype-Sprache senkt die Zitierrate eher, als sie zu erhöhen.
Baustein 2 · Entity und Schema
Die KI muss maschinenlesbar verstehen, wer ihr seid, was ihr anbietet und wo ihr tätig seid. Dafür sorgen strukturierte Daten: Organization-, WebSite- und FAQPage-Schema, plus ein kanonischer Wer-was-wo-Satz, der überall konsistent auftaucht – Website, LinkedIn, Verzeichnisse. Inkonsistente Angaben verwirren Sprachmodelle messbar.
Baustein 3 · Externe Nennungen
KI-Systeme misstrauen Selbstauskünften. Ihre Empfehlungen speisen sich stark aus dem, was Dritte über euch schreiben: Branchenverzeichnisse, Bewertungsplattformen, Fachbeiträge, LinkedIn-Artikel. Wer nur auf der eigenen Website stattfindet, bleibt für die KI ein unbestätigtes Gerücht.
Baustein 4 · Offene Crawler
Der banalste und häufigste Fehler: Die KI-Crawler sind ausgesperrt. GPTBot, ClaudeBot und PerplexityBot respektieren die robots.txt – steht dort ein Disallow, können sie eure Inhalte schlicht nicht lesen. Dazu gehört auch die llms.txt, eine maschinenlesbare Visitenkarte im Root eurer Website. Ob eure Crawler offen sind, prüft ihr in einer Minute unter euredomain.com/robots.txt.
/ 04 — Der GEO-Fahrplan
Von unsichtbar zu zitiert. In fünf nachvollziehbaren Schritten.
Lilox macht euch in fünf Schritten in der KI sichtbar. Jeder Schritt ist messbar, vom ersten Audit bis zum laufenden Monitoring.
1
Schritt 1
Prompts & Baseline messen
Mit modernen KI-Monitoring-Tools finden wir heraus, welche Fragen eure Kunden der KI stellen und wer heute genannt wird. Das ist eure Ausgangslage, schwarz auf weiß.
2
Schritt 2
Zitierfähigen Content bauen
Antwort-förmige Texte, klare Definitionen, Zahlen und FAQ im Wortlaut echter Suchanfragen, damit die KI euch sauber zitieren kann.
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Schritt 3
Fundament & Technik
Entity (wer, was, wo), Organization- und FAQPage-Schema, llms.txt und offene KI-Crawler. Die maschinenlesbare Basis.
4
Schritt 4
Externe Quellen aufbauen
LinkedIn-Artikel, Fachbeiträge, Verzeichnisse und Reviews, aus denen die KI ihre Empfehlungen zieht.
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Schritt 5
Messen & nachsteuern
Wir verfolgen laufend, wo ihr genannt werdet, im Vergleich zum Wettbewerb, und schließen Lücke um Lücke.
Eure GEO-Checkliste zum Abhaken
/ 05 – Typische Fehler
5. Drei Fehler, die wir immer wieder sehen
Fehler 1: KI-Crawler blockieren, um Inhalte zu „schützen". Verständlicher Reflex, aber für die meisten B2B-Unternehmen kontraproduktiv. Wer blockiert, taucht in KI-Antworten nicht auf – und überlässt die Empfehlung dem Wettbewerb.
Fehler 2: Einmal optimieren, nie wieder messen. GEO ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein Loop. KI-Antworten ändern sich mit jedem Modell-Update; ohne monatliche Messung merkt ihr weder Fortschritte noch Rückschritte.
Fehler 3: Definitionsartikel ohne eigenen Mehrwert produzieren. Austauschbare „Was ist X"-Artikel beantwortet die KI längst selbst. Zitiert wird, wer Expertise belegt, eigene Daten liefert und als Quelle taugt – Fallbeispiele mit Zahlen, dokumentierte Prozesse, echte Erfahrung.
Zur Erwartungshaltung: Erste Nennungen entstehen meist innerhalb von vier bis acht Wochen, zuerst rund um den Markennamen und bei Nischenthemen. Kategorie-Anfragen wie „beste Lösung für …" brauchen länger und vor allem mehr externe Signale – dort konkurriert ihr mit jedem, der schon zitiert wird.
Weiterlesen: Drei Bausteine, ein System – LinkedIn-Leadgenerierung · Förderung fürs Marketing
/ 06 – FAQ
Frequently Asked Questions
Spiegelt die echten Prompts aus ChatGPT, Perplexity & Google AI rund um KI-Sichtbarkeit, GEO und AEO.
Wie wird mein Unternehmen von ChatGPT oder Perplexity empfohlen?
Indem die KI euch kennt, versteht und für zitierwürdig hält: Content im Antwort-Format, maschinenlesbare Entity-Daten (Schema, llms.txt), externe Nennungen in Verzeichnissen und Fachmedien – und offene KI-Crawler. Genau diese vier Bausteine behandelt Kapitel 3.
Was ist der Unterschied zwischen SEO, GEO und AEO?
SEO bringt eure Seite in die klassische Google-Ergebnisliste. GEO sorgt dafür, dass generative KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity euch in ihren Antworten nennen. AEO zielt auf die eine direkte Antwort, etwa in Googles AI Overviews. Kurz gemerkt: SEO bringt euch auf eine Liste, GEO bringt euch in die Antwort.
Wie misst man KI-Sichtbarkeit?
Mit einem festen Prompt-Set aus Kategorie-, Problem- und Marken-Anfragen, das ihr monatlich im gleichen Wortlaut in ChatGPT, Perplexity und Gemini stellt. Dokumentiert je Antwort: Nennung, Position, Begründung – und wer stattdessen genannt wird. Tools wie Peec AI automatisieren diese Messung.
Wie lange dauert es, bis man in KI-Antworten auftaucht?
Erste Nennungen entstehen meist innerhalb von vier bis acht Wochen, zuerst rund um den Markennamen und bei Nischenthemen. Kategorie-Anfragen wie „beste Lösung für …" brauchen länger und mehr externe Signale.
Kann man GEO gezielt für Österreich, die Schweiz oder Deutschland machen?
Ja. KI-Systeme berücksichtigen regionale Signale: konsistente Standortangaben in der Entity, Einträge in regionalen Verzeichnissen, Nennungen in DACH-Fachmedien und Inhalte, die regionale Fragen im Wortlaut beantworten – etwa zu Förderungen in Österreich.
Lohnt sich GEO jetzt schon, oder ist es zu früh?
Es lohnt sich jetzt. Die KI-Suche wächst schnell, und frühe Mover sichern sich einen Vorsprung, den Nachzügler schwer aufholen. Wer wartet, überlässt die Nennungen der Konkurrenz.
Quellen & Weiterführende Literatur
- SparkToro (2024): Zero-Click-Analyse – rund 60 % aller Google-Suchen enden ohne Klick auf ein Ergebnis.
- Gartner (2024): Prognose minus 25 % klassisches Suchvolumen bis 2026 durch KI-Assistenten und virtuelle Agenten.
/ 07 – Für wen
Gebaut für Unternehmen, deren Angebot Erklärung braucht.

IT- & Software-Dienstleister
Mit erklärungsbedürftigen Leistungen und wenigen, wertvollen Kunden.

Produzierende Industrie & Maschinenbau
Die komplexe Technik an wenige große Entscheider verkaufen.

Startups & Scale-ups
Die schnell und seriös sichtbar werden wollen.

