MAGAZIN · TEAM & ZUSAMMENARBEIT

Marketing & Sales – endlich gemeinsam denken

Vertriebs- und Marketingteams in Silos? Das war einmal.

In vielen B2B-Unternehmen ist es Alltag: Das Marketing generiert Leads – und der Vertrieb meckert, dass sie nicht gut genug sind. Umgekehrt wünscht sich das Marketing konkreteres Feedback. Das Ergebnis: Frust, Reibungsverluste, verlorenes Potenzial. Dabei ist die Lösung klar – eine enge Zusammenarbeit als integriertes Team mit gemeinsamen Zielen, KPIs und Prozessen.

/ 01 — Warum Silos scheitern

01. Warum die Trennung von Marketing & Sales nicht mehr funktioniert

Die Customer Journey ist heute nicht linear. Kund:innen springen zwischen Website, LinkedIn, Mails und Gesprächen und erwarten an jedem Touchpoint konsistente Kommunikation. Wenn Vertrieb und Marketing getrennt agieren, entstehen Brüche: Informationen gehen verloren, Potenziale bleiben ungenutzt.

Belastbare Zahlen dazu liefert die Aberdeen Group. In der Studie „Sales and Marketing Alignment: Collaboration + Cooperation = Peak Performance“ aus dem Jahr 2010 (n = 453) berichteten Unternehmen mit enger Verzahnung von Sales und Marketing 36 % höhere Kundenbindungsraten und 38 % höhere Win-Rates, also Abschlussquoten. Die Erhebung ist inzwischen über fünfzehn Jahre alt. Sie zeigt eine Größenordnung, keine Garantie.

Eine breitere Auswertung von SiriusDecisions, heute Teil von Forrester, deutet in dieselbe Richtung. Der auf dem Summit 2015 vorgestellte Benchmark über 400 B2B-Organisationen aus den Jahren 2006 bis 2014 zeigt bis zu 19 % schnelleres Umsatzwachstum und 15 % höhere Profitabilität. Gemessen wurde dort allerdings das Zusammenspiel von Vertrieb, Marketing und Produktmanagement, nicht Sales und Marketing allein.

„Kund:innen erwarten an jedem Touchpoint konsistente Kommunikation – getrennte Teams erzeugen Brüche.“

 

Infografik: Marketing-Sales-Alignment, 36 % höhere Kundenbindung und 38 % höhere Win-Rate laut Aberdeen Group (2010, n = 453)

Enge Verzahnung von Sales & Marketing: +36 % Kundenbindung, +38 % Win-Rate. Quelle: Aberdeen Group, „Sales and Marketing Alignment“, 2010, n = 453.

/ 02 — Lead gemeinsam definiert

02. Vom Lead zum Abschluss – gemeinsam definiert

Alignment beginnt bei der Lead-Definition: Was ist ein qualifizierter Lead? Wann übernimmt der Vertrieb? Welche Inhalte braucht es im Pre-Sales? In erfolgreichen B2B-Teams werden diese Fragen gemeinsam beantwortet. Tools wie HubSpot oder Salesforce helfen, Übergaben transparent zu gestalten und den Status jedes Leads nachvollziehbar zu machen.

Der Mechanismus dahinter ist unspektakulär. Sobald beide Teams dieselbe Lead-Definition verwenden, verschwindet der häufigste Streitpunkt an der Übergabe. Marketing liefert nicht mehr auf eine Zielgröße hin, die der Vertrieb nie akzeptiert hat, und der Vertrieb kann Rückmeldungen geben, die im nächsten Content-Briefing tatsächlich landen. Ein gemeinsames Weekly und ein für beide Seiten sichtbarer Funnel machen daraus eine Routine statt einer einmaligen Absprache.

/ 03 — Gemeinsame Tools

03. Gemeinsame Tools, gemeinsame Sprache

Damit die Zusammenarbeit funktioniert, braucht es einheitliche Systeme, auf die beide Teams zugreifen:

  • Shared Dashboards (etwa Asana, SE Ranking oder LinkedIn Campaign Manager) sorgen für den gleichen Wissensstand.
  • Interne Kommunikationsplattformen (etwa Microsoft Loop oder Slack) machen Informationen schnell teilbar.
  • Ein gemeinsames CRM hält den Status jedes Leads für alle nachvollziehbar.

So sprechen beide Teams dieselbe Sprache – über dieselben Daten.

/ 04 — Workshops & Retros

04. Workshops & Retros als Booster

Was oft unterschätzt wird: Gemeinsame Retrospektiven bringen Klarheit und stärken das Verständnis füreinander. Drei Fragen gehören auf den Tisch:

  • Welche Kampagnen haben funktioniert – und warum?
  • Wo war das Messaging zu schwach?
  • Wo hakt es im CRM und in der Übergabe?

Ein starker Hebel ist ein monatliches „MQL → SQL Review": Beide Teams analysieren gemeinsam, welche Leads wirklich zu Kunden wurden – und warum. Das schärft die Zielausrichtung.

Integrierte Marketing- und Vertriebsteams sind kein Trend, sondern ein Muss für B2B-Unternehmen, die digital wachsen wollen. Silos gehören abgeschafft – stattdessen braucht es gemeinsame Ziele, abgestimmte Prozesse und echte Zusammenarbeit. Wer es schafft, aus zwei Abteilungen ein Team zu formen, gewinnt nicht nur mehr Leads – sondern schneller bessere Kunden.

Weiterlesen: Wie ein moderner B2B-Funnel wirklich funktioniert →

/ 05 — FAQ

Häufige Fragen

Spiegelt die echten Prompts aus ChatGPT, Perplexity & Google AI rund um Marketing-Sales-Alignment im B2B.

Warum sollten Marketing und Vertrieb im B2B zusammenarbeiten?

Weil die Customer Journey nicht linear ist und Kund:innen an jedem Touchpoint Konsistenz erwarten. Die Aberdeen Group hat 2010 in einer Befragung von 453 Unternehmen gemessen, dass eng verzahnte Organisationen 36 % höhere Kundenbindungsraten und 38 % höhere Win-Rates erreichen. Die Zahlen sind über fünfzehn Jahre alt und zeigen eine Größenordnung.

Wie starte ich Marketing-Sales-Alignment konkret?

Mit einer gemeinsamen Lead-Definition (Was ist qualifiziert? Wann übernimmt der Vertrieb?), gemeinsamen KPIs und geteilten Systemen wie einem CRM und shared Dashboards.

Welche Formate stärken die Zusammenarbeit?

Gemeinsame Weeklys, Retrospektiven und ein monatliches „MQL → SQL Review", in dem beide Teams analysieren, welche Leads wirklich zu Kunden wurden – und warum.

/ 06 — Für wen

Gebaut für Unternehmen, deren Angebot Erklärung braucht.

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IT- & Software-Dienstleister

Mit erklärungsbedürftigen Leistungen und wenigen, wertvollen Kunden.

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Die schnell und seriös sichtbar werden wollen.