Taktiken & Umsetzung4 Min. Lesezeit

Social Selling über LinkedIn hinaus: Auf TikTok & Co. B2B punkten

Das Wichtigste in Kürze

LinkedIn bleibt der wichtigste Kanal für Social Selling im B2B, ist aber nicht der einzige: Entscheider:innen informieren sich auch auf TikTok, Instagram und in Podcasts, und wer nur auf LinkedIn setzt, verschenkt Potenzial. Kurze Videos machen erklärungsbedürftige Software zugänglich, weil sie eine konkrete Aufgabe in wenigen Sekunden zeigen statt sie in einer Feature-Liste zu erklären. Reichweite entsteht auf diesen Kanälen vergleichsweise schnell, Leads aber nicht automatisch: Entscheidend ist, ob dem Erstkontakt ein passendes Angebot folgt und ob die Zielgruppe den Kanal überhaupt beruflich nutzt, geprüft vor dem ersten Dreh. Behind-the-Scenes, How-To-Clips, Storytelling und Podcasts schaffen dabei jeweils Nähe auf eigene Art. Wie sich Vertrauen speziell über LinkedIn selbst aufbauen lässt, behandeln LinkedIn-Leadgenerierung als System und LinkedIn-Leadgenerierung im DACH-Raum.

LinkedIn ist der wichtigste Kanal für Social Selling im B2B, aber längst nicht der einzige. Entscheider:innen informieren sich auch auf TikTok, Instagram und in Podcasts. Wer nur auf LinkedIn setzt, verschenkt Potenzial.

Warum zählen Kanäle jenseits von LinkedIn?

Die nächste Generation von Führungskräften ist mit Social Media groß geworden. Sie konsumiert Inhalte längst nicht nur auf LinkedIn. Wer auf zusätzlichen Plattformen sichtbar ist, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Entscheider:innen hören nicht auf, Menschen zu sein, sobald sie das Büro betreten. Wer erklärungsbedürftige Produkte verkauft, erreicht sie auch dort, wo sie ohnehin scrollen und zuhören, nicht nur im Business-Netzwerk.

Einschätzung der Lilox-Redaktion

Warum machen kurze Videos erklärungsbedürftige Software zugänglich?

Software mit vielen Funktionen lässt sich über eine Feature-Liste nur schwer vermitteln. Ein kurzes Video zeigt in wenigen Sekunden, wie eine konkrete Aufgabe tatsächlich gelöst wird, und macht aus einer abstrakten Funktion einen nachvollziehbaren Ablauf. Wer dabei Menschen aus dem eigenen Team zeigt, statt Hochglanz zu produzieren, senkt die Hürde zusätzlich. Zuschauer:innen sehen, mit wem sie es zu tun hätten.

Belastbare Lead-Zahlen entstehen daraus nicht automatisch. Reichweite ist auf diesen Kanälen vergleichsweise schnell aufgebaut, der Weg von der Aufmerksamkeit zur Anfrage dagegen nicht. Entscheidend ist, ob auf das Video ein Angebot folgt, das zur Aufmerksamkeitslage passt, und ob die Zielgruppe den Kanal überhaupt beruflich nutzt. Beides gehört vor dem ersten Dreh geprüft.

Behind the Scenes

Ein Blick hinter die Kulissen des Unternehmens.

How-To-Clips

Kurze Tutorials zu typischen Problemen der Zielgruppe.

Storytelling

Persönliche Geschichten, die Nähe schaffen.

Warum ist Authentizität der Erfolgsfaktor auf TikTok und Instagram?

Während LinkedIn eher formell bleibt, punkten TikTok und Instagram mit Nähe. Diese Formate funktionieren besonders gut:

Infografik: Kanal-Mix für Social Selling im B2B

B2B Social Selling lebt vom Kanal-Mix, über LinkedIn hinaus.

Was leisten Podcasts und Nischenformate im B2B?

Auch Podcasts sind im B2B ein starkes Werkzeug. Sie ermöglichen tiefe Einblicke, liefern Thought Leadership und erreichen Entscheider:innen in Momenten, in denen andere Kanäle nicht genutzt werden, etwa beim Pendeln oder beim Sport.

Werkzeug zum Weiterarbeiten

Wer den Kanal, der im B2B weiterhin an erster Stelle steht, zuerst systematisch bespielen will, findet im Playbook den 90-Tage-Plan für LinkedIn mit Wochenaufgaben, acht Vorlagen und vier Kennzahlen.

→ Playbook Founder-led Sales

Wie Lilox den Kanal-Mix aufbaut und betreibt

Bevor Lilox einen zusätzlichen Kanal wie TikTok oder einen Podcast einführt, steht das Zielkundenprofil fest, damit die Wahl nicht am Kanal, sondern an der Zielgruppe hängt. Beim Aufbau werden kurze vertikale Videos für den Feed der Zielkontakte produziert, mit den Menschen aus dem Unternehmen statt mit Hochglanz, und an eine bestehende Conversion-Strecke angebunden, damit aus Aufmerksamkeit eine Anfrage werden kann.

Im laufenden Betrieb wird gemessen, welcher Kanal welche Anfrage gebracht hat, und jeder Inhalt geht vor der Veröffentlichung durch eine menschliche Freigabe. Profile, Formate und Auswertungen gehören am Ende dem Unternehmen.

Häufige Fragen

Der Abschnitt spiegelt die echten Prompts aus Google AI & ChatGPT rund um Social Selling im B2B wider.

Reicht LinkedIn für Social Selling im B2B?

LinkedIn ist der wichtigste Kanal, aber nicht der einzige. Entscheider:innen informieren sich auch auf TikTok, Instagram und in Podcasts.

Welche Plattformen lohnen sich über LinkedIn hinaus?

TikTok und Instagram eignen sich für kurze, authentische Formate, Podcasts für Thought Leadership. Welcher Kanal sich lohnt, hängt von der Zielgruppe ab. Prüfen Sie vor dem Aufwand, ob Ihre Ansprechpartner:innen dort tatsächlich erreichbar sind, statt einen Kanal nur zu besetzen, weil er wächst.

Welche Formate funktionieren auf TikTok & Co.?

Behind-the-Scenes-Einblicke, kurze How-To-Clips und Storytelling schaffen Nähe und Vertrauen.

Bringt Social Selling auf neuen Kanälen wirklich Leads?

Reichweite entsteht auf diesen Kanälen vergleichsweise schnell, Leads nicht automatisch. Entscheidend ist, ob dem Erstkontakt ein Angebot folgt, das zur Aufmerksamkeitslage passt, und ob die Zielgruppe den Kanal beruflich nutzt. Planen Sie einen neuen Kanal als Test mit klaren Kriterien und einem festen Zeitraum, statt eine bestimmte Lead-Zahl zu erwarten.

Social Selling hört nicht bei LinkedIn auf. Wer mutig neue Formate ausprobiert, schafft Nähe zur Zielgruppe, baut Vertrauen auf und gewinnt Leads auf Kanälen, die Mitbewerber noch nicht nutzen.

Christoph Fraiss

Über die Autorin bzw. den Autor

Christoph Fraiss

Gesellschafter · MBA, MSc

Christoph ist Ingenieur (HTL Maschinenbau), Wirtschaftsingenieur MSc und Internationaler Wirtschafts-MBA der Carlson School of Management und WU Wien. Mit 15 Jahren Erfahrung im Projektmanagement von Großprojekten, Engineering von Hochleistungsanlagen, Produktions- und Unternehmensleiter.

Klingt das nach eurer Ausgangslage?

Dann reden wir. Dreißig Minuten, in denen wir euch sagen, wo bei euch der Hebel liegt.