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Weniger Klicks. Mehr Qualität.

Das Wichtigste in Kürze

Der organische Traffic sinkt, weil Zero-Click-Suchen und KI-Antworten immer mehr Informationsfragen direkt beantworten: In den ersten vier Monaten 2026 endeten 68,01 Prozent der US-Google-Suchen ohne Klick, zwei Jahre zuvor waren es 60,45 Prozent. Für den B2B-Vertrieb ist das kein Alarmsignal, sondern eine Verschiebung: Wer über eine KI-Antwort auf euch stößt, ist bereits weiter im Entscheidungsprozess. Entscheidend ist, dass eure Website auf Entscheidungsinhalte statt auf reine Definitionsartikel ausgerichtet ist, und dass ihr Sichtbarkeit über vier neue Größen statt über Klickzahlen messt: Erwähnungen in KI-Antworten, KI-Referral-Traffic, selbst berichtete Quelle und Branded Searches.

Eure Rankings sind stabil, aber der organische Traffic sinkt? Das ist kein Strategiefehler, sondern ein struktureller Wandel, auf den ihr euch einstellen könnt.

In den ersten vier Monaten 2026 endeten 68,01 Prozent der US-Google-Suchen auf Desktop und mobilem Web ohne Klick auf ein Ergebnis (SparkToro mit Clickstream-Daten von Similarweb, Juni 2026). Zwei Jahre zuvor lag derselbe Wert bei 60,45 Prozent. Konkret heißt das: Von 1.000 Suchen erreichen nur noch 276 Klicks das offene Web, 2024 waren es 374. SparkToro weist allerdings selbst darauf hin, dass den beiden Erhebungen unterschiedliche Panels zugrunde liegen; der Vergleich ist deshalb ein Näherungswert, keine exakte Differenz. Mit KI-Übersichten in der Suche und Assistenten wie ChatGPT und Gemini verstärkt sich dieser Effekt weiter.

Wie stark ist der Zero-Click-Anteil in zwei Jahren gestiegen?Anteil der US-Google-Suchen ohne Klick auf ein Ergebnis. Vor zwei Jahren: 60.45; Erste vier Monate 2026: 68.01.Wie stark ist der Zero-Click-Anteil in zwei Jahren gestiegen?Anteil der US-Google-Suchen ohne Klick auf ein ErgebnisVor zwei Jahren60.45Erste vier Monate 202668.01Beide Werte in Prozent aller gemessenen Suchanfragen. Die beiden Erhebungen beruhen auf unterschiedlichen Panels, der Vergleich ist ein Näherungswert.lilox.io
Eigene Darstellung: Lilox. Datenquellen: SparkToro mit Clickstream-Daten von Similarweb, Juni 2026

Was nach einem Problem aussieht, ist bei genauerem Hinsehen eine Verschiebung, und eine, die im B2B sogar Vorteile hat. Entscheidend ist, wofür eure Website künftig da ist und woran ihr Sichtbarkeit künftig messt.

Zur Mechanik, warum KI-Systeme bestimmte Quellen zitieren und andere nicht, steht mehr im Artikel „Generative Engine Optimization im B2B“ (geo-b2b).

Was bedeutet Zero-Click konkret?

Zero-Click beschreibt Suchanfragen, bei denen Nutzer:innen ihre Antwort bekommen, ohne eine Website zu besuchen: über KI-Übersichten direkt in den Google-Ergebnissen, über Antworten von ChatGPT oder Gemini und über Featured Snippets und Wissenspanels.

Infografik: Antwort-Wege bei Zero-Click-Suchen

Betroffen sind vor allem einfache Informationsfragen: Definitionen, Erklärungen, „Was ist…“-Suchen. Also genau die Inhalte, mit denen viele B2B-Websites bisher ihren Traffic aufgebaut haben.

Warum ist das im B2B weniger dramatisch als es klingt?

Der Traffic sinkt, aber die Kunden bleiben. Im B2B zählt nicht die Menge der Besucher:innen, sondern die Qualität der Anfragen. Wer über eine KI-Antwort auf euch stößt, hat schon eine konkrete Frage gestellt und euch als relevante Option wahrgenommen. Der Traffic sinkt, aber wer bleibt, ist weiter im Entscheidungsprozess. KI-Referral-Traffic ist klein, konvertiert aber überdurchschnittlich.

Wenn KI die einfachen Fragen beantwortet, verschiebt sich die Aufgabe eurer Website, hin zu Inhalten, die eine echte Kaufentscheidung vorbereiten:

  • Konkrete Leistungen mit Prozessen, Preisrahmen und Preismodellen
  • Referenzen und Fallbeispiele mit echten Zahlen
  • Vergleiche, Entscheidungshilfen und ein klarer nächster Schritt

Reine Definitionsartikel verlieren an Bedeutung.

Entscheidungsinhalte gewinnen.

Woran messt ihr Sichtbarkeit, wenn Klickzahlen nicht mehr reichen?

Vier Größen zeigen euch, ob ihr in KI-Antworten stattfindet, unabhängig davon, was Klickzahlen sagen.

Erwähnungen in KI-Antworten

Stellt monatlich denselben Satz aus 10–15 Zielgruppen-Fragen an ChatGPT und Gemini und dokumentiert, ob und wie ihr genannt werdet.

KI-Referral-Traffic

Segmentiert in GA4 die Besuche von chatgpt.com und gemini.google.com. Viele KI-Systeme übergeben keinen Referrer: Die Zahl ist eine Untergrenze.

Selbst berichtete Quelle

Ein Formularfeld „Wie habt ihr von uns erfahren?“ mit Optionen wie ChatGPT fängt auf, was die Technik verliert, oft die verlässlichste Quelle.

Branded Searches

Steigende Suchen nach eurem Namen bei sinkendem generischem Traffic zeigen: KI etabliert euch als Anbieter. Der Klick kommt später und gezielter.

Werkzeug zum Weiterarbeiten

Wer die erste dieser vier Größen mit Vergleichswerten hinterlegen will, findet im Report die Sichtbarkeit von 16 DACH-Anbietern aus 3.971 KI-Antworten und die Zahl, um wie viel besser Besucher aus KI-Suchen im Vergleich zu Google-Traffic konvertieren.

→ KI-Sichtbarkeits-Report

Was zeigt die Praxis: weniger Traffic, bessere Anfragen?

Ein Industriedienstleister verzeichnete über sechs Monate rund 20 Prozent weniger organischen Traffic. Die erste Reaktion war Sorge. Die Analyse zeigte ein anderes Bild: Die Zahl der Anfragen blieb stabil, die Qualität stieg sogar.

Praxisszene: Industriedienstleister analysiert Analytics-Daten am Bildschirm

Im Formularfeld „Wie haben Sie von uns erfahren?“ tauchte ChatGPT zunehmend auf: Besuche, die im Analytics-Tool als Direct Traffic unsichtbar geblieben waren. Statt mehr Traffic zu jagen, wurde die Website auf Entscheidungsinhalte ausgerichtet: der Traffic blieb niedriger, die Anfragen stiegen.

Häufige Fragen

Der Abschnitt spiegelt die echten Prompts aus Google AI & ChatGPT rund um Zero-Click und KI-Suche wider.

Sollte ich KI-Crawler blockieren, damit meine Inhalte nicht „gestohlen“ werden?

Für die meisten B2B-Unternehmen ist das kontraproduktiv. Wer blockiert, taucht in KI-Antworten nicht auf und überlässt die Empfehlung dem Wettbewerb.

Lohnt sich Blog-Content dann überhaupt noch?

Ja, aber mit anderem Fokus. Inhalte, die Expertise belegen, eigene Daten liefern und zitierfähig sind, gewinnen. Austauschbare Definitionsartikel verlieren.

Woran erkenne ich, ob sinkender Traffic ein Problem ist?

An den Anfragen, nicht an den Sessions. Solange Anzahl und Qualität der Anfragen stabil bleiben oder steigen, ist sinkender Traffic eine Verschiebung, kein Verlust.

Wie unterstützt Lilox euch dabei?

Einführen: Bevor bei Lilox etwas gebaut wird, steht das Zielkundenprofil und der Zielwert, an dem der Erfolg gemessen wird. Eure Website entsteht als Kernmodul, lesbar für Suchmaschinen und für Antwortsysteme gleichermaßen, mit einer Conversion-Strecke bis zum nächsten Schritt.

Optimieren: Mit festen Abfragen im Wortlaut eurer Kunden wird geprüft, ob euer Unternehmen in Google AI und ChatGPT vorkommt, an welcher Stelle und mit welcher Aussage. Struktur, Antwortlänge und die technische Erreichbarkeit für Crawler werden entsprechend ausgerichtet.

Betreiben: Dieselben Abfragen laufen jeden Monat erneut, damit eine Veränderung eine Veränderung ist und keine Laune des Modells. Das Ergebnis kommt als Monatsbericht, den ihr unverändert weiterreichen könnt.

Nadine Fraiss

Über die Autorin bzw. den Autor

Nadine Fraiss

Geschäftsführende Gesellschafterin · CEO & Founder

Nadine ist das strategische Herz von Lilox und Gründerin. In über 15 Jahren Digital Marketing war sie als Digital Officer und Head of Marketing bei der Hypo Tirol Bank, beim Startup Bots&People und beim Scale-up One Hiring. Sie verantwortete den E-Commerce Shop von Hartlauer und war als führende Expertin für digitalen Vertrieb bei Egger aktiv.

Klingt das nach eurer Ausgangslage?

Dann reden wir. Dreißig Minuten, in denen wir euch sagen, wo bei euch der Hebel liegt.