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Digitale Buying Journey im B2B: Wie Entscheidungen heute wirklich entstehen

Das Wichtigste in Kürze

  • B2B-Kaufentscheidungen entstehen über viele Kontaktpunkte hinweg, oft bevor überhaupt ein Vertriebskontakt zustande kommt.
  • Laut einer Gartner-Befragung von 646 B2B-Käufer:innen (August bis September 2025) bevorzugen 67 % einen vertriebsfreien Kaufprozess. Das ist eine Präferenzangabe, keine Messung des tatsächlichen Kaufverhaltens.
  • Entscheidend ist nicht ein einzelner Kontaktpunkt, sondern die Summe aller Eindrücke aus Google-Suche, Website, LinkedIn, Empfehlungen, Whitepaper und E-Mail.
  • Vertrauen senkt das persönliche Risiko einer Investitionsentscheidung und entsteht vor dem Verkaufsgespräch, nicht während.
  • Für den eigenen Vertrieb heißt das: Sichtbarkeit vor direkter Ansprache, Begleitung über längere Zeiträume, Denken in Prozessen statt Einzelaktionen.

Die klassische Idee – Lead rein, Gespräch, Angebot, Abschluss – trifft die Realität längst nicht mehr.

In der Praxis entstehen B2B-Entscheidungen über viele Kontaktpunkte hinweg – oft ohne direkten Kontakt zum Anbieter. Wer diese Dynamik versteht, richtet seine Maßnahmen deutlich besser darauf aus.

Wie beginnt die Buying Journey, bevor ihr überhaupt beteiligt seid?

Ein großer Teil des Entscheidungsprozesses läuft, bevor überhaupt ein Gespräch entsteht. Potenzielle Kund:innen recherchieren eigenständig, vergleichen Lösungen und sprechen intern über Optionen. In einer Gartner-Befragung von 646 B2B-Käufer:innen (August bis September 2025, veröffentlicht im März 2026) geben 67 % an, einen vertriebsfreien Kaufprozess zu bevorzugen. Das ist eine Selbstauskunft über die Präferenz, keine Messung, wie weit ein Kauf ohne Vertrieb tatsächlich gedeiht. Die Richtung ist trotzdem eindeutig: Euer Unternehmen ist entweder schon Teil dieser Recherche oder gar nicht im Spiel.

Werkzeug zum Weiterarbeiten

Wer wissen will, welche Anbieter in diesem frühen, unsichtbaren Teil der Recherche genannt werden, findet im Report die Messung von 16 DACH-Anbietern in vier KI-Systemen über 30 Tage und einen Selbsttest für das eigene Unternehmen.

→ KI-Sichtbarkeits-Report

Welche Touchpoints prägen die Buying Journey heute?

Die Buying Journey besteht heute aus vielen kleinen Kontaktpunkten:

  • Google-Suche nach Lösungen
  • Besuch auf eurer Website
  • LinkedIn-Posts oder Kommentare
  • Empfehlungen im Netzwerk
  • Whitepaper oder Guides
  • E-Mail-Kommunikation

Diese Touchpoints bauen Schritt für Schritt Vertrauen auf. Entscheidend ist nicht ein einzelner Kontakt – sondern die Summe aller Eindrücke.

Infografik: Touchpoints entlang der B2B Buying Journey

Die B2B-Buying-Journey: viele Touchpoints, oft ohne direkten Vertriebskontakt.

Wie B2B-Einkäufer den Kaufprozess bevorzugenGartner-Befragung unter B2B-Käufer:innen, August bis September 2025. Befragte B2B-Käufer:innen: 646; Bevorzugen einen vertriebsfreien Kaufprozess: 67 %.Wie B2B-Einkäufer den Kaufprozess bevorzugenGartner-Befragung unter B2B-Käufer:innen, August bis September 2025Befragte B2B-Käufer:innen646Bevorzugen einen vertriebsfreien Kaufprozess67 %Eine Präferenzangabe, keine Messung, wie weit ein Kauf tatsächlich ohne Vertrieb abläuft.lilox.io
Eigene Darstellung: Lilox. Datenquellen: Gartner, 2026

In welchem Kontext entstehen B2B-Entscheidungen?

Im B2B wird selten spontan gekauft. Entscheidungen entstehen im Kontext von:

  • internen Projekten
  • Budgetzyklen
  • strategischen Prioritäten
  • personellen Veränderungen

Ein Lead kann heute uninteressiert wirken – und in zwei Monaten plötzlich bereit sein. Deshalb lohnt es sich, langfristig präsent zu bleiben.

Welche Rolle spielt Vertrauen in der Kaufentscheidung?

Je komplexer ein Angebot, desto wichtiger ist Vertrauen. Das entsteht nicht im Verkaufsgespräch, sondern vorher. Beispiele dafür:

  • verständliche Inhalte
  • klare Kommunikation
  • wiedererkennbare Positionierung
  • konsistente Präsenz auf Kanälen wie LinkedIn

Der Mechanismus dahinter ist einfach: Wer eine Investition intern verantworten muss, trägt ein persönliches Risiko. Vertrauen senkt dieses Risiko. Ein Anbieter, den man kennt und einordnen kann, lässt sich im Gremium leichter verteidigen als ein günstigerer, den niemand kennt. Das ist ein Argument aus der Praxis und kein Studienbefund: Wie Vertrauen und Preis gegeneinander gewichtet werden, unterscheidet sich je nach Branche, Region und Kaufanlass zu stark für eine allgemeine Aussage.

Was bedeutet das für euren Vertrieb?

Wenn ihr die Buying Journey versteht, verändert sich euer Ansatz:

  • Ihr setzt nicht nur auf direkte Ansprache, sondern auch auf Sichtbarkeit
  • Ihr begleitet Leads über längere Zeiträume
  • Ihr denkt in Prozessen statt in einzelnen Aktionen

Tools wie HubSpot, LinkedIn oder SE Ranking helfen, diese Journey sichtbar zu machen und gezielt zu steuern.

Die digitale Buying Journey im B2B ist kein linearer Prozess, sondern ein Zusammenspiel vieler Kontaktpunkte. Wer versteht, wie Entscheidungen heute entstehen, richtet seine Maßnahmen besser darauf aus – und wird genau dann relevant, wenn es darauf ankommt.

Wie unterstützt Lilox euch entlang der Buying Journey?

Einführen: Am Anfang steht das Zielkundenprofil, die Steuergröße für alles Weitere. Darauf aufbauend entsteht eure Website als Kernmodul, mit einer Sitemap, in der jede Seite eine Aufgabe und eine Rolle hat, und einer Conversion-Strecke, die auf denselben Kalender führt. Die Kanäle docken danach an: LinkedIn über eure eigenen Profile, eine monatliche E-Mail-Ausgabe aus euren eigenen Inhalten, Ads erst nach sauberer Messung.

Optimieren: Sichtbarkeit endet nicht bei Google. Eure Seiten werden auch für Antwortsysteme wie Google AI und ChatGPT erreichbar und verwertbar gehalten, mit Struktur, Antwortformaten und zitierfähigen Inhalten. Die Ansprache über LinkedIn und E-Mail bleibt an belegbare Anlässe geknüpft, nicht an Kontaktmengen.

Betreiben: Jede Anfrage lässt sich einem Kanal zuordnen, damit ihr am Monatsende seht, welcher Touchpoint welchen Termin gebracht hat. Der Monatsbericht fasst Anfragen, Kanäle und Sichtbarkeit in KI-Antworten auf zwei Seiten zusammen, formuliert für die Menschen, denen ihr berichtet.

Häufige Fragen

Der Abschnitt spiegelt die echten Prompts aus Google AI & ChatGPT rund um die digitale Buying Journey im B2B wider.

Wie lange dauert eine B2B-Buying-Journey ohne Vertriebskontakt?

Dazu gibt es keine belastbare Durchschnittszahl. Die dazu kursierenden Prozentwerte stammen aus einer Zahlenfamilie, die Forrester selbst als Factoid eingeordnet hat. Belegt ist die Präferenz: In einer Gartner-Befragung von 646 B2B-Käufer:innen (August bis September 2025) geben 67 % an, einen vertriebsfreien Kaufprozess zu bevorzugen. Praktisch heißt das: Plant Sichtbarkeit ein, bevor jemand mit euch spricht.

Welche Touchpoints prägen die B2B-Entscheidung?

Google-Suche, Website-Besuch, LinkedIn, Empfehlungen im Netzwerk, Whitepaper/Guides und E-Mail. Entscheidend ist nicht ein einzelner Kontakt, sondern die Summe aller Eindrücke.

Warum reagiert ein Lead heute nicht und kauft später doch?

Weil B2B-Entscheidungen im Kontext von Projekten, Budgetzyklen und Prioritäten entstehen. Wer dauerhaft präsent bleibt, ist im richtigen Moment relevant.

Nadine Fraiss

Über die Autorin bzw. den Autor

Nadine Fraiss

Geschäftsführende Gesellschafterin · CEO & Founder

Nadine ist das strategische Herz von Lilox und Gründerin. In über 15 Jahren Digital Marketing war sie als Digital Officer und Head of Marketing bei der Hypo Tirol Bank, beim Startup Bots&People und beim Scale-up One Hiring. Sie verantwortete den E-Commerce Shop von Hartlauer und war als führende Expertin für digitalen Vertrieb bei Egger aktiv.

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